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Die Kandidatin im Interview mit Horst Michalzik

 

Manuela Peckmann, Sie kandidieren für das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin: Wie sehen Sie sich selbst in dieser Rolle?

Ich möchte eine Samtgemeindebürgermeisterin für alle Einwohnerinnen und Einwohner sowie  für alle Gemeinden sein.

Sie haben sich selbst einmal als Dorfmenschen bezeichnet. Beziehen Sie Ihre Kraft und Ihr Durchhaltevermögen aus der dörflichen Gemeinschaft?

Ja. Für mich war und ist die örtliche Gemeinschaft schon immer eine Kraftquelle. Im  ländlichen Raum, in dem die Infrastruktur weniger gut  ausgebaut ist als in städtischen Gebieten, mussten die Menschen immer selbst eigene, alltagstaugliche Ideen entwickeln und sich mit Nachdruck für ihr Lebensumfeld  stark machen. Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung aus der Gemeinschaft geben Kraft und führen zu Verbundenheit und letztlich zum Erfolg. Das habe ich so von Kind an empfunden.

Sie sind seit vielen Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Wie fühlt man sich als Frau unter all den Männern?

Gut, als Teil des Ganzen. Anfängliche Vorbehalte zwischen den Geschlechtern haben sich im Lauf der Jahre weitgehend aufgelöst. Neben einer zwingend erforderlichen Grundausbildung bringt sich jeder mit seinen Stärken ein. Feuerwehr ist für mich daher mehr als ein Hobby. Sie ist Dienst am Nächsten. Davon profitiert die Gesellschaft  - aber auch jeder für sich.

Was ist Ihr Traumberuf?

Ein Beruf der vielfältig ist und mich selbst zufrieden macht, weil ich etwas erschaffen und bewirken kann, das auch für meine Mitmenschen gut ist. Dies ist grundsätzlich in unterschiedlichen Berufen denkbar. Der Traumberuf  hat sich bei mir im Laufe des Lebens mehrfach gewandelt. Als Jugendliche wäre ich gerne Apothekerin geworden. Nachdem ich die Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst begonnen hatte, wusste ich aber schnell, dass ich einmal eine Verwaltung leiten will.

Wohin wollten Sie schon immer einmal verreisen und haben es bis heute nicht geschafft?

Puuh, da fällt mir auch bei längerem Nachdenken so gar nichts ein. Für mich war im Urlaub nie das Ziel entscheidend, sondern allein die Möglichkeit die Zeit so verbringen zu können, wie ich es möchte. Was ich da immer noch einmal machen möchte ist einen Wanderritt.

Was ist ihr Lieblingsbuch?

Ich lese gerne und mich sprechen immer wieder andere Bücher an. Zuletzt haben mich die Bücher „Minimum“ von Frank Schirrmacher und „Blackout“ von Marc Elsberg in ihren Bann gezogen. Als ich am 08. März 2014 von den Blackout in Wolfsburg im Radio gehört habe, habe ich regelrecht mit gebangt, dass der Strom schnell wieder da ist.

Ein Buch das mich seit meiner Jugend begleitet und in dem ich regelmäßig lese ist ein Sachbuch, nämlich „Gesünder leben mit Heilkräutern“ von Barbara und Peter Theiss. Die dortigen Rezepte kommen bei Wehwehchen im Familien- und Freundeskreis zur Anwendung und haben sich bestens bewährt. So  ist aus meinem ehemaligen Traumberuf ein schönes Hobby geworden.

Welche Musik hören Sie am liebsten?

Musical! Davon habe ich eine ganze Riege. Mein Favorit ist „Joseph“. Sehr gerne höre ich auch „König der Löwen“, „Starlight Express“ und „Anatevka“.

Welche Ihrer Eigenschaften schätzen sie als besonders positiv, welche als eher negativ ein?

Ich bin zielstrebig, zuverlässig und genau.

Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten, das gilt auch für Eigenschaften.

Wird beispielsweise meine Genauigkeit in Verwaltungsangelegenheiten geschätzt, arbeite ich bei anderen Dingen an mir, um auch mal mit weniger als 100 Prozent zufrieden zu sein. Außerdem fällt es mir ab und an schwer, mich abzugrenzen.

Was haben Sie sich besonders für die Zeit vorgenommen, in der Sie als Samtgemeindebürgermeisterin im Bromer Rathaus amtieren?

Da ich seit drei Jahren in der Samtgemeinde als allgemeine Vertreterin arbeite, sind mir die vielen anstehenden Themen sehr gut vertraut. Wichtig ist mir, mit dem Rat und gegebenenfalls mit weiteren Akteuren die konkreten Ziele zu erarbeiten und die Schritte dorthin abzustimmen, damit wir diese dann auch gemeinsam, kraftvoll zum Wohl unserer Einwohnerinnen und Einwohner verfolgen.

Oder zusammengefasst:

Ich möchte, dass die Einwohnerinnen und Einwohner sich in ihrer Samtgemeinde Brome wohl fühlen, gerne ihr Lebensumfeld mit gestalten und  sagen: Hier lohnt es sich zu leben.

Vielen Dank für das Gespräch.